BDG Gartentipp August 2012

Hier der Gartentipp des Bundesverband Deutscher Gartenfreunde für den Monat August.
Hier auch als PDF.

DER GARTEN IM AUGUST

Tipp:
Balkonpflanzen benötigen auch im August ausreichend Wasser und Nährstoffe, um durchzublühen. Wenn beim Bepflanzen der Kästen kein Vorratsdünger in das Substrat gemischt wurde, erhalten die Schützlinge einmal wöchentlich eine schnell wirkende Volldüngergabe oder Düngelösung, jedoch keinen reinen Stickstoff. Nach dem Düngen sollte stets gründlich gegossen werden.

Speisekürbis – weniger ist mehr
Für den Speisekürbis gilt: Je weniger Früchte an der Pflanze bleiben, umso besser wird die Qualität. Es sollte deshalb darauf geachtet werden, dass sich je Pflanze nur zwei bis drei Kürbisse entwickeln. Die Früchte werden dann sehr groß, ohne dass der Gesamtertrag (Gewicht) je Pflanze zurückgeht. Mit dem Entfernen der überflüssigen Früchte wird so lange gewartet, bis diejenigen, die an der Pflanze bleiben sollen, etwa tennisballgroß sind. Gleichzeitig werden alle Kürbisranken so eingekürzt, dass nach der letzten Frucht, die hängen bleiben soll, noch zwei Blätter an den Trieben verbleiben.

Tomaten – Triebe jetzt stutzen
Anfang August werden die Triebspitzen der Tomaten abgeschnitten. Die Erfahrung zeigt, dass nachfolgende Fruchtstände in unseren Breiten in der Regel nicht mehr ausreifen. Man geht so vor, dass über dem letzten, gut entwickelten Blütenstand nur ein Laubblatt stehen bleibt. Auch das Ausgeizen darf weiterhin nicht vergessen werden. Werden einige der Tomatenpflanzen bereits nach dem 3. oder 4. Fruchtstand gestutzt, wird der Erntebeginn beschleunigt. Tritt an den unteren Blättern der Tomatenpflanzen Braunfäule (Phytophtora) auf, sind diese sofort zu entfernen und über den Hausmüll zu entsorgen. So wird eine Infektion gesunder Blätter vermieden, der Bestand wird besser durchlüftet und belichtet. so dass die Früchte besser ausreifen.

Himbeeren – mit gepflegten Ruten ins neue Jahr 
Abgetragene Himbeerruten von Sommersorten werden nach der Ernte sofort direkt am Boden abgeschnitten. Dies ist bei Sommersorten die wichtigste Maßnahme zur Bekämpfung der gefährlichen Rutenkrankheit. Der die Krankheit verursachende Schadpilz Leptospaeria bevorzugt feuchte Bedingungen und dringt hauptsächlich durch Rindenrisse in die Pflanze ein. Insbesondere bei zu dichtem Stand und überalterten Kulturen kann er großen Schaden anrichten. Die Ruten sind möglichst über den Hausmüll zu entsorgen. Frühes Entfernen der Altruten fördert zudem die Jungruten. Neben dieser Arbeit kann zugleich das Haltegerüst repariert und die Jungruten locker verteilt angebunden werden. Je laufendem Meter sollten nur acht bis zehn der stärksten Ruten auf dem Beet stehen bleiben.

Zweijährige – pflanzen und das Frühjahr vorbereiten
Anfang August werden die Zweijährigen gepflanzt, damit sie im kommenden Jahr reich blühen. Sollen von Goldlack, Bartnelke, Fingerhut oder Stockrose für das nächste Jahr starke Pflanzen erzielen werden, müssen diese im ersten Augustdrittel gepflanzt werden. Fast alle genannten Arten (außer Fingerhut) bevorzugen sonnige Standorte. An den Boden stellen sie keine besonderen Ansprüche, wenn er nur humus- und nährstoffreich ist. Stiefmütterchen, Tausendschön und Vergissmeinicht werden in der zweiten Augusthälfte gepflanzt. Die im Juli ausgesäten Pflanzen werden vorerst mit einem Abstand von 15 mal 15 cm auf ein Beet im Garten gesetzt. Den endgültigen Standort (Balkonkästen, Kübel, Rabatten) sollten die Jungpflanzen erst im Frühjahr beziehen, da nicht alle gut durch den Winter kommen.

via Bundesverband Deutscher Gartenfreunde